Checkliste zur Schwangerschaft

Checkliste für die Schwangerschaft

Endlich ist es soweit – ihr werdet Eltern. Dieser Moment gehört zu den schönsten im Leben und ist gleichzeitig mit vielen neuen Gedanken, Fragen und Gefühlen verbunden. Plötzlich gibt es so viel zu planen und zu organisieren. Genau dafür ist diese Checkliste für die Schwangerschaft da: Sie begleitet euch Schritt für Schritt durch diese besondere Zeit und hilft euch dabei, den Überblick zu behalten, ohne euch zu überfordern – sie gibt euch Orientierung, Sicherheit und ein gutes Gefühl, an alles Wichtige gedacht zu haben.

Checkliste für die Schwangerschaft im 1. Trimester (Monat 1 – 3)

Im ersten Trimester beginnt eure ganz persönliche Reise: vieles ist neu, aufregend und manchmal auch ein wenig überwältigend, weshalb euch eine strukturierte Orientierung besonders gut unterstützt.

1. Schwangerschaft offiziell feststellen lassen & Mutterpass anlegen:
Mit der Bestätigung eurer Schwangerschaft beginnt ein ganz besonderer Abschnitt. Der Mutterpass wird dabei zu eurem ständigen Begleiter und sammelt alle wichtigen Informationen an einem Ort. So habt ihr immer den Überblick und fühlt euch bei jedem Termin gut vorbereitet.

Der Mutterpass kurz erklärt

Der Mutterpass ist ein kleines Heft, in dem alle wichtigen medizinischen Informationen rund um eure Schwangerschaft dokumentiert werden – von Untersuchungsergebnissen bis hin zu Terminen.

2. Erstes Ultraschall-Screening einplanen:
Der erste Ultraschall ist für viele ein emotionaler Meilenstein. Hier bekommt ihr nicht nur medizinische Sicherheit, sondern auch einen ersten, ganz besonderen Einblick. Vielleicht möchtet ihr diesen Moment bewusst festhalten oder danach gemeinsam etwas Schönes unternehmen. Solche kleinen Rituale machen die Schwangerschaft noch greifbarer.

3. Folsäure frühzeitig einnehmen:
Im ersten Trimester gibt es einige Dinge, die ihr direkt umsetzen könnt – dazu gehört auch die Einnahme von Folsäure. Sie ist ein wichtiger Baustein für die gesunde Entwicklung eures Babys und lässt sich ganz unkompliziert in euren Alltag integrieren. Gerade solche kleinen, einfachen Schritte geben euch ein gutes Gefühl in dieser neuen Zeit.

4. Ernährung bewusst anpassen:
Eure Ernährung verändert sich jetzt ein wenig, aber sie muss nicht kompliziert werden. Mit ein paar einfachen Grundregeln könnt ihr euch sicher fühlen. Wichtig ist vor allem, auf euch zu hören und euch wohlzufühlen. Essen darf weiterhin Freude machen und euch gut tun. Damit ihr euch im Alltag besser orientieren könnt, helfen euch diese grundlegenden Hinweise:

  • Zu vermeidende Lebensmittel Rohes/nicht durchgegartes Fleisch (z. B. Salami, Mett, roher Schinken); roher Fisch und geräucherter Fisch (z. B. Sushi, Räucherlachs); Rohmilchprodukte und Weichkäse mit Schimmelrand; rohe Eier (z. B. in Tiramisu, Mayonnaise); Leber (wegen zu hohem Vitamin-A-Gehalt)
  • Ernährung bei Übelkeit: Viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen statt wenige große
  • Flüssigkeitszufuhr: Täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees
  • Ernährungsumstellung: Es muss nicht für zwei gegessen werden, der Kalorienbedarf steigt im 1. Trimester kaum, jedoch der Nährstoffbedarf

5. Medikamente & Hausmittel prüfen:
Bevor ihr etwas einnehmt, lohnt sich ein kurzer Check, um auf der sicheren Seite zu sein. Achtet darauf, ob Medikamente für Schwangere geeignet sind und verzichtet im Zweifel auf Selbstmedikation. Auch bei Hausmitteln oder pflanzlichen Produkten ist Vorsicht geboten, da nicht alles automatisch unbedenklich ist. Am besten sprecht ihr die Einnahme immer kurz mit eurer Ärztin, eurem Arzt oder eurer Hebamme ab.

6. Arbeitgeber informieren (wenn nötig):
Dieser Schritt fühlt sich oft groß an, ist aber vor allem dafür da, euch zu schützen. Sobald euer Arbeitgeber informiert ist, greifen wichtige Regelungen für eure Sicherheit. Überlegt euch vorher in Ruhe, wie ihr das Gespräch führen möchtet. So geht ihr selbstbewusst und gut vorbereitet hinein.

7. Hebamme suchen:
Eine Hebamme begleitet euch nicht nur medizinisch, sondern auch emotional durch diese Zeit. Gerade am Anfang entstehen viele Fragen, bei denen ihr euch Unterstützung wünscht. Früh zu starten, nimmt euch später viel Druck.

Unser Tipp

In unserem Artikel “Hebamme finden” zeigen wir euch Schritt für Schritt, worauf ihr bei der Suche achten könnt und wie ihr die passende Begleitung für euch findet.

8. Eine kleine Orga-Ecke einrichten:
Organisation in den ersten Monaten ist besonders wichtig. Mit einem Notizbuch von Kartenliebe gebt ihr eurem Tag eine klare Struktur, die euch durch den Alltag begleitet und entlastet. Hier könnt ihr all eure Gedanken, Termine und wichtigen Notizen festhalten und habt alles an einem Ort gesammelt.

Notizbuch im Design
Notizbuch im Design “Handwritten

Checkliste für die Schwangerschaft im 2. Trimester (Monat 4 – 6)

Nun ist das zweite Trimester angekommen und ihr könnt diese Zeit oft schon etwas entspannter genießen. In dieser Phase kommen einige wichtige Themen auf euch zu, auf die ihr euch Schritt für Schritt vorbereiten könnt.

1. Vorsorge-Routinen festigen:
Das zweite Trimester (ca. 13. bis 28. Schwangerschaftswoche) gilt oft als die angenehmste Phase, in der sich eure Vorsorge-Routinen festigen und weiterentwickeln. In dieser Zeit lässt die Übelkeit bei vielen nach und ihr gewinnt spürbar mehr Energie zurück. Gleichzeitig bieten euch die regelmäßigen Termine eine gute Gelegenheit, offene Fragen zu klären und euch zusätzliche Sicherheit für die kommenden Monate zu holen.

2. Zweites Ultraschall-Screening:
Dieser Termin findet meist zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche statt und bringt euch neue, spannende Eindrücke eures Babys. In der Vorsorgeuntersuchung werden unter anderem die kindlichen Organe, das Wachstum (Kopf, Bauch, Femur) sowie die Fruchtwassermenge beurteilt. Gleichzeitig ist es ein besonderer Moment, der euch emotional noch näher zusammenbringt. 

3. Schwangerschaftsdiabetes-Screening einplanen:
Dieses Screening ist ein wichtiger Bestandteil der Vorsorge. So kann frühzeitig erkannt werden, ob ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt und entsprechend gehandelt werden.

Wann wird dies getestet?

Der Zuckerbelastungstest (oGTT) findet in der Regel zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche statt. In diesem Zeitraum kann zuverlässig überprüft werden, wie euer Körper Zucker verarbeitet. Sollten bestimmte Risikofaktoren vorliegen – wie Übergewicht, ein Alter über 40 Jahre, Diabetes in der Familie oder bereits ein Schwangerschaftsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft – kann der Test auch früher durchgeführt werden.

4. Geburtsort auswählen:
Hier entsteht die Frage, wo ihr euch am wohlsten fühlt. Dabei spielen vor allem Komfort und eine persönliche Betreuung eine wichtige Rolle. Ihr könnt euren Geburtsort frei wählen, ob im Krankenhaus (stationär oder ambulant), im Geburtshaus oder als Hausgeburt.

5. Geburtsvorbereitung planen:
Im zweiten Trimester könnt ihr eure Geburtsvorbereitung konkret angehen und die nächsten Schritte fest einplanen. Dazu gehören die Anmeldung im Krankenhaus, die Buchung eines Geburtsvorbereitungskurses sowie das erste Zusammenstellen eurer Kliniktasche.

6. Elternzeit grob planen:
Auch wenn es noch früh erscheint, hilft euch eine erste Planung enorm. Ihr könnt in Ruhe überlegen, was für euch realistisch und stimmig ist. So vermeidet ihr spontane Entscheidungen und schafft Freiraum für die Zeit nach der Geburt.

7. Elterngeld vorbereiten:
Ein bisschen Vorbereitung spart euch später viel Energie. Wenn ihr schon wisst, welche Unterlagen ihr braucht, wird es nach der Geburt deutlich entspannter. Ihr müsst euch dann nicht erst einarbeiten, sondern könnt Schritt für Schritt alles erledigen. Das nimmt euch im Wochenbett viel Druck.

8. Unterstützung im Alltag organisieren:
Gerade in den letzten Monaten und auch nach der Geburt kann Unterstützung im Alltag eine große Entlastung sein. Überlegt euch frühzeitig, wer euch im Haushalt, beim Einkaufen oder bei kleinen Erledigungen helfen kann. Auch Gespräche mit Familie oder Freunden können euch Sicherheit geben und euch emotional stärken.

9. Erinnerungen festhalten:
Diese Zeit vergeht oft schneller, als man denkt. Kleine Erinnerungen helfen euch später, diese besonderen Momente wieder aufleben zu lassen. Es muss nichts Perfektes sein – ein Foto, ein Gedanke, ein Gefühl reicht völlig aus. Genau darin liegt die Schönheit. Nach der Geburt könnt ihr diese später mit liebevollen Fotoprodukten festhalten – zum Beispiel in einer Fotocollage oder einem persönlichen Fotobuch von Kartenliebe.

Checkliste für die Schwangerschaft im 3. Trimester (Monat 7 – 9)

Nun beginnt das dritte Trimester und eure Schwangerschaft nähert sich Schritt für Schritt dem großen Moment. Jetzt ist die Zeit, letzte Vorbereitungen zu treffen und euch bewusst auf die Geburt und die erste Zeit mit eurem Baby einzustimmen

1. Vorsorge wird intensiver:
Im dritten Trimester wird die Vorsorge intensiver – und das ist ein gutes Zeichen, denn ihr werdet jetzt noch intensiver begleitet. Nun darf euer Alltag ruhiger werden und ihr könnt bewusst einen Gang zurückschalten. Gönnt euch Pausen, hört auf euren Körper und nehmt euch die Zeit, die ihr jetzt braucht.

2. Drittes Ultraschall-Screening:
Dieser Termin gibt euch noch einmal wichtige Einblicke vor der Geburt. Ihr erfahrt mehr über die Lage und Entwicklung eures Babys. Gleichzeitig rückt der große Moment immer näher. Nutzt die Gelegenheit, offene Fragen zu klären.

3. Kliniktasche packen:
Das Packen der Kliniktasche ist ein emotionaler Moment, denn ihr bereitet euch damit ganz bewusst auf die Geburt vor. Wie ihr eure Kliniktasche zur Geburt packt, zeigen wir euch ausführlich in unserem Artikel. Wenn die Tasche bereit steht, könnt ihr die letzten Wochen entspannter genießen und euch in Ruhe auf den großen Moment einstimmen.

4. Geburtsplan vorbereiten:
Ein Geburtsplan ist ein persönlicher Leitfaden, der Ihre Wünsche für die Geburt festhält. Er sollte kurz (ca. 1 A4-Seite), klar strukturiert, flexibel formuliert und ab der 30. Schwangerschaftswoche mit der Hebamme oder Klinik besprochen werden. 

Was solltet ihr in eurem Geburtsplan festhalten?

Darin könnt ihr allgemeine Informationen wie euren Namen, den errechneten Geburtstermin, Kontaktpersonen oder euren Wunsch-Geburtsort festhalten. Ebenso finden eure Wünsche rund um die Geburt Platz, zum Beispiel zur Atmosphäre, zu möglichen Positionen während der Wehen oder zu weiteren persönlichen Vorstellungen.

5. Wochenbett planen:
Das Wochenbett ist eine Zeit, in der ihr euch erholen und ankommen dürft. Überlegt euch früh, wie ihr euch diese Zeit so angenehm wie möglich gestaltet. Klare Absprachen zu Besuch und Unterstützung helfen enorm. So entsteht ein geschützter Raum für euch als Familie.

6. Baby-Basics besorgen:
Ihr braucht nicht alles – aber die wichtigsten Dinge. Konzentriert euch auf das, was euch wirklich hilft. Weniger ist oft mehr und nimmt euch Stress. So bleibt der Fokus auf dem Wesentlichen.

7. Wichtige Kontakte speichern:
Im entscheidenden Moment möchtet ihr nicht suchen müssen. Speichert alle wichtigen Nummern frühzeitig ab. Ihr wisst somit, dass in einem Notfall alles griffbereit wäre.

8. Geburtsnamen überlegen:
Viele von euch haben den Namen für ihr Baby vielleicht schon lange im Kopf. Wenn das bei euch noch nicht der Fall ist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich damit zu beschäftigen. Nach der Geburt habt ihr nämlich rechtlich nur einen Monat Zeit, den Namen festzulegen. Wir geben euch hier einige Ideen an die Hand – und in unseren Artikeln rund um das Thema Geburt findet ihr noch viele weitere Namensvorschläge und Inspirationen.

Checkliste nach der Geburt

Mit einer kleinen Checkliste für die Zeit nach der Geburt behaltet ihr den Überblick und könnt euch gleichzeitig ganz bewusst auf die ersten Momente mit eurem Baby konzentrieren.

1. Wochenbett bewusst nutzen:
Diese Zeit gehört ganz euch – ohne Druck und Erwartungen. Ihr dürft euch erholen, kennenlernen und ankommen. Unterstützung anzunehmen ist dabei völlig in Ordnung. Es geht jetzt um euch und euer Baby.

2. Nachuntersuchung einplanen:
Auch ihr seid wichtig! Die Nachuntersuchung hilft euch, euren Körper im Blick zu behalten. Sie gibt euch Sicherheit und zeigt, dass alles gut verheilt ist. Nehmt euch diesen Termin bewusst vor.

3. Behördliches organisieren:
Ein paar organisatorische Dinge gehören dazu, auch wenn sie nicht im Fokus stehen. Wenn ihr sie Schritt für Schritt angeht, bleibt alles überschaubar. Kleine To-dos lassen sich gut zwischendurch erledigen. 

4. Gefühle ernst nehmen:
Die Zeit nach der Geburt ist emotional und voller neuer Eindrücke. Neben vielen schönen Momenten kann es auch Phasen geben, die sich herausfordernd anfühlen. Nehmt eure Gefühle bewusst wahr und gebt euch selbst die Zeit, die ihr braucht. Wenn ihr merkt, dass euch etwas belastet, ist es absolut in Ordnung, Unterstützung anzunehmen – ihr müsst da nicht alleine durch.

Mama hält ihr Baby in der Hand

Die Schwangerschaft und die erste Zeit mit eurem Baby sind voller besonderer Momente, die oft viel zu schnell vergehen. Zwischen all den Vorbereitungen, To-dos und neuen Eindrücken ist es schön, sich immer wieder bewusst Zeit zu nehmen, um innezuhalten und diese einzigartige Phase zu genießen. Vielleicht möchtet ihr genau diese Erinnerungen festhalten – die ersten Tage, die kleinen Meilensteine oder die besonderen Gefühle, die euch begleiten. Mit liebevoll gestalteten Geburtskarten, Meilensteinkarten oder Leinwänden von Kartenliebe könnt ihr eure schönsten Momente für immer bewahren und immer wieder neu erleben. Wir wünschen euch eine wundervolle Schwangerschaft und eine unvergessliche erste Zeit als Familie – voller Liebe, Nähe und ganz vieler kleiner Glücksmomente.

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